Third Mission

Neben meiner regulären Forschungs- und Lehrtätigkeit gibt es drei Projekte, die mir besonders am Herzen liegen.

Netzwerk Junge Medizinethik (JMED) – Initiatorin und Gründungsmitglied

Die Medizinethik ist institutionell fest verankert. Als Querschnittsbereich öffnet sie vielfältige Optionen. Die fachliche und methodische Interdisziplinarität stellt für Nachwuchswissenschaftler:innen aber zugleich eine Herausforderung dar. Sowohl die Themenvielfalt als auch die methodischen Zugänge brechen klassische fachliche und fakultäre Strukturen auf. Um diese Besonderheiten zu adressieren, bietet das „Netzwerk Junge Medizinethik“ (JMED) Promovierenden und Post Docs ein Forum. Wir tragen bei zum fachlichen und methodischen Austausch, zur Weiterqualifikation und zur Vernetzung. Dabei geht es nicht nur um die Verständigung über das Fach der Medizinethik; vielmehr sollen auch unsere Forschungsthemen, mögliche Berufswege und universitäre Erfahrungen diskutiert werden.

Weitere Informationen: www.junge-medizinethik.de

Göttinger Filmreihen „Ethicsʹ Anatomy“ und „Komplexe Konflikte“ – Mitinitiatorin

Die Bioethik setzt sich mit der Bewertung von Eingriffen in den Körper und ihren Folgen auseinander. Dabei kommen verschiedene, oft schwer zu vereinbarende Maßstäbe in den Blick: die individuelle Selbstbestimmung, aber auch das ärztliche Berufsethos sowie gesellschaftliche Chancen und Risiken. Hier haben bioethische Konflikte über den Umgang mit dem menschlichen Körper zugleich eine ganz eigene ‚moralische Anatomie‘, indem das Für und Wider eines Eingriffs sorgfältig abgewogen wird. Diese Eingriffe werden jedoch nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Familie, in Selbsthilfegruppen und den Medien diskutiert. Die gezeigten Spiel- und Dokumentarfilme der Göttinger Filmreihen bieten einen Zugang zur Erörterung bioethischer Fragen, die letztlich uns alle angehen. Sie sollen die Bioethik für einen gesellschaftlichen Dialog öffnen, der BürgerInnen, Betroffene und PatientInnen einbezieht. In beiden Reihen wurden Filme diskutiert, deren Themen nicht nur die theoretische Wissenschaft betreffen, sondern sich immer auch auf die konkrete Lebensrealität von Menschen beziehen.

Weitere Informationen: http://www.ethics-anatomy.uni-goettingen.de/

Working Paper Series Gender(ed) Thoughts – Gründungsmitglied

Die Working Paper Series gender‹ed› thoughts ist ein innovatives Forum für den inter- und transdisziplinären Diskurs, das sich an den aktuellen theoretischen, empirischen und methodologischen Debatten der Gender Studies orientiert (gender thoughts) und die individuelle und gesellschaftliche Bedeutung von Gender im Alltag reflektiert (gendered thoughts). Die Working Paper Series richtet sich an Nachwuchswissenschaftler:innen um ihnen eine Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse zu ermöglichen. Adressiert sind Studierende, Promovierende und Post Docs. Mögliche Beiträge umfassen Ergebnisse von Forschungsprojekten, Auszüge von Abschlussarbeiten, Diskussionen von Theorieansätzen und systematische Literaturüberblicke. Die Herausgeber:innen übernehmen eine Vorauswahl der Beiträge. Danach wird die wissenschaftliche Qualität der Artikel durch ein anonymes Peer Review-Verfahren gewährleistet. Die Beiträge erscheinen fortlaufend auf Deutsch und Englisch. Mit gesonderter Begründung kann ein Beitrag auch in einer anderen, für das Thema relevanten Sprache erscheinen oder eine Übersetzung eines Beitrages beantragt werden. Alle Beiträge werden als Open Access mit einer Creative Commons License CC BY-SA 4.0 veröffentlicht. Die Veröffentlichung ist kostenlos.

Weitere Informationen: www.gendered-thoughts.uni-goettingen.de/